Zum Inhalt

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei?

Wir erlauben uns ihnen die folgende Werbebotschaft zu zeigen, um den Betrieb dieser Website zu finanzieren:

Würste haben zwei Enden? Das war früher einmal so, heute ist die Sache etwas komplizierter…

Viele Metzger präsentieren auf Expos stolz ihre viel-endigen Würste. Drei Enden sind nicht unüblich, vier Enden ziehen schon viele neidische blicke auf sich, doch besonders begabte Metzger zeigen gar sechs-endige Exemplare! „Ich bin überzeugt, auf der nächsten Wurst-Expo sehen wir ein sieben- oder sogar acht-endiges Würstchen, alles Naturdarm, versteht sich“ flüstert uns Rüdiger Xavier Nillenbacher zu, seines Zeichens Insider der Wurst-Szene, als wir ihn kurzfristig am Stand der weltberühmten Kunst-Metzgerei von Theo Öter aus Laichingen antreffen und um seine Meinung bitten.

Sechs-endige Wurst
Gewinner des Schönheitswettbewerbs der 2016er Wiener Wurst-Expo

Was bei dem kunstvollen Wurst-Wettrüsten der letzten Jahre wenig Beachtung findet, ist die Belastung der Mast-Tiere, deren Därme für die Herstellung der Würste benutzt werden. Sie werden in der Regel genetisch manipuliert um möglichst komplexe Darm-Formen zu erzeugen, die es erlauben ohne Nähte viel-endige Würste abzufüllen. Tiere mit drei- und vier-endigen Därmen kommen in der Natur nur in Tschernobyl, Fukushima und Hawaii vor –  sie zu jagen und zu verarbeiten ist allerdings nur den dort ansässigen Metzgereien vorbehalten und der Export verboten.

In Metzger-Kreisen gilt es leider immer noch als unseriös, Würste mit Kunstdarm herzustellen; Nähte gelten als Qualitätsmangel. „Mein Vater, und sein Vater, und sein Vatersvater, und sein Vatersvateronkel, haben immer nur Naturdarm verarbeitet. Es würde meine traditionelle, auf Aberglaube basierende Metzger-Ehre zutiefst kränken, wenn ich Kunstdarm verwenden müsste – damit könnte ich den guten Ruf unserer Traditions-Metzgerei beschmutzen, die meine Ahnen 2014 eröffnet haben. Nur über meine Leiche verunreinige ich meine Wurst mit PVC, oder aus was auch immer Kunstdarm besteht“, erzählt uns Theo Öter im Interview.

Entwicklung der durchschnittlichen Anzahl von Wurstenden in den letzten 66 Jahren

Risiken für die Gesundheit durch Verzehr mehr-endiger Würste sind noch nicht genau untersucht. Prof. Ulli Brät-Müller der Uni Darmstadt erklärt: „Das Gebiet ist völlig unerforscht“. Nach mehrmaligem Nachhaken war er bereit, diese Aussage für unsere Leser verständlicher zu formulieren: „Kein Plan, lassen Sie mich in Ruhe“ brüllt er uns zu, bevor er wutentbrannt die Türe zuschlägt. Aber einer seiner Schnürsenkel wurde dabei eingeklemmt, sodass er – gut hörbar – hinter der verschlossenen Tür auf dem Boden aufschlug.

Wir erlauben uns ihnen die folgende Werbebotschaft zu zeigen, um den Betrieb dieser Website zu finanzieren:
Published inNeuigkeiten

Schreibe den ersten Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.